Etwa gleich viel Männer und Frauen erkranken an einem Basaliom – meist erst im höheren Alter, doch tritt es in den letzten Jahren immer öfter auch bei jüngeren Personen auf. Der Tumor hat seinen Ursprung in den Basalzellen und wird daher auch Basalzellkarzinom genannt. Entarten diese Zellen – vor allem aufgrund langjähriger Belastung durch UV-Strahlung, genetischer Veranlagung (helle Haut) oder aufgrund des fortgeschrittenen Alters – bilden sich nach und nach charakteristische „Hautveränderungen“. Diese können in verschiedenen Formen auftreten, die weder jucken, noch schmerzen: als knotige Verhärtungen, als wachsartiger, durchscheinender und perlenartiger Knoten mit erweiterten Blutgefässen, als nässendes Geschwür oder als wachsende narbige Hautveränderung. Meist entstehen sie an den sonnenexponierten Stellen, insbesondere im Gesicht (Nase, Stirn, Lippen), auf dem dünn- bzw. unbehaarten Kopf, auf dem Dekolleté und im Nackenbereich. Die Gefahr, dass sich infolge dieses weissen Hautkrebses Metastasen in anderen Organen bilden, ist extrem gering. „Jedoch kann das Basaliom unbehandelt das umgebende Gewebe zerstören, in die Tiefe wachsen, Knochen und Knorpel schädigen und so zu Entstellungen führen. Eine frühzeitige Therapie ist daher sehr wichtig“, rät Dr. Olivier Gaide, Leiter der Onko-Dermatologie des Universitätsspitals Lausanne.

Wie wird therapiert?

Bei Verdacht auf weissen Hautkrebs wird zuerst eine Gewebeprobe entnommen. Nach der gesicherten Diagnose erfolgt in der Regel die chirurgische Entfernung unter lokaler Betäubung – ein unkomplizierter Eingriff, der meist kaumsichtbare Narben hinterlässt, so Dr. Gaide. Falls eine Operation nicht möglich ist, beispielsweise da sich das Basaliom an einer inoperablen Stelle befindet, können alternative Therapien angewandt werden, wie eine Immuntherapie mit Salben, eine Kürettage mit anschliessender Lichttherapie oder eine Bestrahlung. Ein Wiederauftreten des Basalioms ist nicht ausgeschlossen und daher sollte die Haut jährlich vom Facharzt kontrolliert werden. Wichtig ist auch weiterhin ein konsequenter, bestmöglicher Sonnenschutz!

Karin Storz
freie Journalistin
27.05.2015