Händewaschen:

  • Wählen Sie eine milde Reinigung, die Sie sanft und nicht zu häufig durchführen.
  • Ideal ist eine milde Waschlotion mit hautfreundlichem pH-Wert, damit die Haut nicht zusätzlich austrocknet.
  • Spülen Sie auch die Fingerzwischenräume gut ab.
  • Lauwarmes Wasser ist heißem vorzuziehen.
  • Benutzen Sie statt Seifen am besten Ölemulsionen oder Syndets ohne Duftstoffe. Info: Syndets werden aus natürlichen Ölen und Fetten in Verbindung mit Natron- oder Kalilauge hergestellt, sie schonen den natürlichen Säureschutz der Haut.

Möglichst vermeiden:

  • Reinigung mit technischen Reinigern wie Bürsten, Bimstein etc.
  • Handreiniger oder Pasten mit Zusätzen wie Sand oder Bimsmehl.
  • Schmuck bei Beanspruchung der Hände.

Abtrocknen

  • Trocknen Sie Ihre Hände nach dem Waschen immer gut mit Papiertüchern oder sauberen Handtücher ab; tupfen Sie anstatt zu reiben, denn das ist schonender.

Handschuhe

Professor Dr. med. Ballmer-Weber rät: „Wenn Sie Reinigungsarbeiten erledigen oder mit Ihren Händen anderweitig in Kontakt kommen mit hoher Feuchtigkeit oder reizenden Substanzen wie etwa Putzmitteln, dann sollten Sie zum Schutz der Hände nach Möglichkeit Handschuhe tragen.“

  • Tragen Sie bei Feuchtarbeit, z.B. im Garten oder in beruflichen Situationen, Handschuhe.
  • Beim Umgang mit Chemikalien sollten Ihre Handschuhe für den Kontaktstoff geeignet stabil sein.
  • Arbeitshandschuhe sollten idealerweise ein Baumwollfutter haben, da es Feuchtigkeit aufnimmt.
  • Bei Feuchtarbeiten sollten die Handschuhe aus Gummi oder PVC sein und innen (s.o.) Baumwollfutter haben.
  • Bei sehr langen Arbeiten tragen Sie unter den Arbeitshandschuhen: Baumwollhandschuhe, insbesondere, wenn bereits Hautirritationen vorliegen oder Sie an den Händen stark schwitzen.
  • Ersetzen Sie feuchte Handschuhe durch trockene.
  • Tragen Sie bei Feuchtarbeit, z.B. im Garten oder in beruflichen Situationen, Handschuhe.
  • Beim Umgang mit Chemikalien sollten Ihre Handschuhe für den Kontaktstoff geeignet stabil sein.
  • Bei Allergien auf Handschuhe (z.B. Latex) sollten Sie geeignete alternative Handschuhe tragen, die das Kontaktallergen nicht enthalten.

Schutz und Pflegecremes

  • Wählen Sie möglichst Cremes und Salben ohne Duft und Konservierungsstoffe.
  • Fetten Sie Ihre Hände mehrmals täglich ein.
  • Benutzen Sie Pflegeprodukte mit Moisturizern wie Harnstoff (Carbamid Urea).
  • Schutz und Pflegecremes auch im Bereich der Fingernägel, zwischen den Fingern und auf Handgelenke auftragen.
  • Wählen Sie ein Hautschutzmittel je nach Arbeitsbranche und Tätigkeit spezifisch aus.
  • Rückfettende Cremes in den Arbeitspausen, nach der Arbeit und abends auftragen; sie führen der Haut wieder Feuchtigkeit zu.

„Insbesondere wenn es bereits zu leichten Reizungen an den Händen gekommen ist, sollten Sie die Hände fleißig mit einer rückfettenden Creme, die zum Beispiel harnstoffhaltig ist, behandeln“, rät Professor Dr. med. Ballmer-Weber.

Allgemeine Tipps

  • Meiden Sie irritierende und Ekzem Stoffe.
  • Meiden Sie direkten Hautkontakt mit Reinigungsmitteln, Lösungsmitteln, Verdünnern und Fleckentfernern.
  • Winter: Tragen Sie wärmende Handschuhe und pflegen Sie Ihre Hände intensiv.

Dr. Kai Kaufmann
Freier Journalist
24.09.2014